Buchara

27. bis 29. September 2025



Es geht weiter, wir verlassen Chiwa, das uns sehr gut gefallen hat. Nicht unmaßgeblich beteiligt daran war unsere Stadtführerin Elena.
Kamila ist mit dem Fahrer zum verabredeten Zeitpunkt im Hotel. Es geht ins 430 Kilometer entfernte Buchara, einem der berühmten Knotenpunkte der historischen Seidenstraße.
Zu Beginn der Reise geht es wieder über Land, links und rechts viele Felder, Dörfer und manchmal so etwas wie kleine Städte, nicht leicht auszumachen.

Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara

Wir sehen viele Baumwollfelder und immer wieder die Kanäle, die das Land hier überhaupt fruchtbar machen. Die Baumwollernte ist im Gange, alles in Handarbeit. Maschinen sind kaum zu sehen, die Baumwolle wird per Hand gepflückt. Die Hälfte der usbekischen Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, hier sehen wir warum das so ist.

Baumwolle soweit das Auge reicht Baumwollernte, reine Handarbeit Die Kanäle, die das Land fruchtbar machen Die Kanäle, die das Land fruchtbar machen Landpartie nach Buchara Landpartie nach Buchara

Einmal sehen wir eine Fabrik, in der die Baumwolle gesammelt und weiterverarbeitet wird. Da bekommt man erst mal eine Vorstellung von der Menge, die hier angebaut und verarbeitet wird. (Leider war keine Möglichkeit zu fotografieren)

Dann, nach etwa anderthalb Stunden erreichen wir die Lebensader der Region, den Amudarja...

Amudarja, Lebensader der Region Amudarja, Lebensader der Region

...und damit die Grenze von Chorezm. Elena hatte gestern bereits mehrfach davon gesprochen, dass Chiwa die Hauptstadt von Chorezm wäre. Ich hab mittels Google Suche nur ein paar historische Daten zu Chorezm oder Choresmien gefunden und es als Namen der hiesigen Provinz abgetan. Aber hier an der Brücke über den Amudarja stehen beiderseits richtig grimmig dreinschauende Uniformierte, mit ziemlich eindrucksvollen Flinten in der Hand (darf man natürlich nicht fotografieren). Die Brücke ist nur einspurig befahrbar, aber wir haben Glück. Der Stau ist auf der anderen Seite. Außerdem führen Gleise über die Brücke, das heißt dann wohl, wenn ein Zug kommt, steht der Autoverkehr auf beiden Seiten.

Der Fluss führt nicht mehr allzuviel Wasser zu dieser Jahreszeit, es hat seit Mai (also seit fast 5 Monaten) nicht geregnet. Wir verlassen hier auch sofort das fruchtbare Land und kommen in die Wüste. Zuerst noch auf einer kleinen Hoppelstraße, bald aber auf einen richtigen Highway.

Und wieder durch die Wüste Kyzylkum Highway durch die Wüste Kyzylkum Highway durch die Wüste Kyzylkum Die Wüste Kyzylkum Highway durch die Wüste Kyzylkum Highway durch die Wüste Kyzylkum Die Wüste Kyzylkum Die Wüste Kyzylkum

Wenig später halten wir an einem Aussichtspunkt und können nun wirklich sehen, wie wenig Wasser der Fluss jetzt im Spätsommer führt.

Kurze Pause Der Amurdarja, oder was davon nach einem heißen Sommer übrig ist Der Amurdarja, oder was davon nach einem heißen Sommer übrig ist Die Wüste Kyzylkum

Die Fahrt dauert weitere 4 Stunden, einmal machen wir Pause an einem Restaurant, an dem alle Touristen hingeschleppt werden, es ist ziemlich voll.
Witzige Episode am Rande: etwa alle 30 Minuten, an einer kleinen Polizeistation wird unser Fahrer von der Straße gewunken. Er bleibt nur kurz stehen, streckt sich ein, zwei mal und fährt dann weiter. Das soll verhindern, das die Fahrzeuglenker auf der eintönigen Strecke einschlafen. Die Straße ist tatsächlich schnürlgerade und links und rechts ist nichts, außer Sand und ein paar Büschen.
Bevor wir Buchara erreichen, sehen wir einige Öl- oder Gasförderanlagen. Es scheint, dass die Verarbeitungsbetriebe direkt daneben in die Wüste gebaut worden sind.

Dann erreichen wir Buchara, eine Stadt, die deutlich größer ist als Chiwa und wo der Tourismus doch eine ganz andere Rolle spielt. Es gibt hier Unmengen von Hotels, wobei unseres wohl dann doch etwas Besonderes ist. So ein Zimmerchen hatten wir dann doch noch nie.

Paradise Plaza Hotel in Buchara Paradise Plaza Hotel in Buchara Paradise Plaza Hotel in Buchara Paradise Plaza Hotel in Buchara Paradise Plaza Hotel in Buchara Paradise Plaza Hotel in Buchara - Innenhof

Wir gehen dann abends noch mit Kamila zum zentralen Labi Hovuz Platz zum Essen. Er liegt mitten in der Stadt, die eine fast vollständige Fußgängerzone bildet. Das Restaurant scheint sehr beliebt zu sein, jedenfalls ist es brechend voll. Und danach sind wir müde genug für unsere Luxus-Bude.

Labi Hovuz Platz im Zentrum Bucharas Labi Hovuz Platz im Zentrum Bucharas Labi Hovuz Platz im Zentrum Bucharas Usbekischer Barde Lass mir doch meine Ruhe!


Erster Tag

Die ersten Siedlungen an der Oase, an der Buchara liegt wurden bereits etwa 600 Jahre vor Christus gegründet, meist besiedelt von arabischen Stämmen, die um das fruchtbare Land jahrhundertelang stritten. Im Jahr 1220 wurde Buchara, das damals bereits ein zentraler Handelsplatz war, von Dschingis Khans Horden erobert und dabei nahezu vollständig zerstört. Unter Dschingis` Nachfolger Ögedei Khan wurde Buchara wieder aufgebaut und erreichte wieder den Status einer großen Handelsstadt, jedoch nur, bis die mongolischen Herrscher von den Armeen Timur Lenks vertrieben wurden. Die Timuriden hatten ihre Haupstadt in Samarkand, entsprechend versank Buchara wieder in der Bedeutungslosigkeit. Jedoch nur bis zur nächsten Epoche, mit dem Ende der Timuriden enstand das Khanat der Usbeken, die Buchara zum Zentrum Zentralasiens machten und damit zu neuer Blüte verhalfen (16. / 17. Jh.). Diese währte, bis zur Machtergreifung der Russen in Zentralasien. Zwar wurden Buchara und sein Umland im Gegensatz zu den östlichen Teilen des Emirats (einschließlich Samarkand) nicht von Russland annektiert und in das neue Generalgouvernement Turkestan eingegliedert, der russisch-bucharische Handelsvertrag von 1868 besiegelte jedoch die faktische Kontrolle Russlands über Buchara, insbesondere über dessen Außenbeziehungen und Wirtschaft. Das Emirat bestand innerhalb des Russischen Reiches bis 1920 fort.

All diese Sachen erfahren wir im Laufe des Tages von Bella. Eine Einheimische, die uns die nächsten beiden Tage begleiten wird. Sie mag wohl schon im Pensionsalter sein, spricht hervorragend verständliches Deutsch, wenn auch mit einem drolligen russischen Akzent.
Ihr Vortrag beginnt, kaum dass wir im Auto Platz genommen haben. Zuerst fahren wir zur Chor Minor Moschee, von der eigentlich nur noch das Eingangstor erhalten ist.

Chor Minor Moschee Chor Minor Moschee Chor Minor Moschee Chor Minor Moschee Devotionalien aus der alten Zeit gibt`s allerorten Devotionalien aus der alten Zeit gibt`s allerorten Devotionalien aus der alten Zeit gibt`s allerorten Handwerkskunst

Die Chor Minor Moschee hat keinerlei religiöse Bedeutung mehr, entsprechend finden sich rundum viele Handwerker und vor allem Händler im engeren Umkreis, wohl wissend, dass alle Touristen früher oder später hier vorbeigeschleppt werden. Die Objekte des Handels sind dabei vor allem Devotionalien aus der Sowjetzeit, etwas das man hier in Buchara an allen Ecken und Enden zu sehen bekommt.
Wir nähern uns danach der Innenstadt Bucharas, die komplett zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir beginnen an der noch aktiven Bolo-Hovuz-Moschee.

Bolo-Hovuz-Moschee Bolo-Hovuz-Moschee Bolo-Hovuz-Moschee Tafel an der Bolo-Hovuz-Moschee Schuchow Turm

Wenige hundert Meter weiter betreten wir den Registan (was nix weiter wie großer oder zentraler Platz heißt) an dem sich die Zitadelle Ark anschließt, die sowohl einen Palast als auch die Moschee des Emirs von Buchara beherbergt.

Zitadelle Ark - Eingang Zitadelle Ark - nur der Typ steht im Weg Zitadelle Ark - Thronsaal Zitadelle Ark Zitadelle Ark Zitadelle Ark Zitadelle Ark Kamikaze Driver*in

(Kleine Anmerkung zum letzten Bild: das ist ein Mädel, das da drin sitzt, mit Schnuller im Mund, fetzte in dem Auto in atemberaubender Geschwindigkeit über den Platz, ihr arabischer Vater lief schreiend hinterher. Die hat wahllos über den Haufen gefahren, wer nicht rechtzeitig zur Seite gesprungen ist.)

Vom Dach des Zitadellenkomplexes hatte man einen fantastischen Blick auf die gesamte historische Altstadt von Buchara.

Blick von der Zitadelle Ark auf die Altstadt von Buchara Blick von der Zitadelle Ark auf die Altstadt von Buchara In der Zitadelle Ark In der Zitadelle Ark Granatäpfel, das Obst der Region

Nach dem Abstieg und der Flucht vor der Kamikazin erreichen wir den Poi Kalon. Der Name des Ensembles stammt aus dem Persischen und bedeutet „Hof nahe der Großen Moschee“. Der gesamte Gebäudekomplex besteht aus vier Bauwerken, aus ganz unterschiedlichen Epochen:

Das älteste ist das Kalon Minarett (frühes 12. Jahrhundert).

Poi Kalon - Kalon Minarett Poi Kalon - Kalon Minarett Poi Kalon - Kalon Minarett

Daneben die Kalon Moschee (Große Moschee), vollendet 1514.

Poi Kalon - Kalon Moschee Poi Kalon - Kalon Moschee Poi Kalon - Kalon Moschee Poi Kalon - Kalon Moschee Poi Kalon - Kalon Moschee

Direkt gegenüber steht die Mir-Arab-Madrasa (vollendet 1536/37), die leider eingerüstet war.

Poi Kalon - Mir Arab Madrasa Poi Kalon - Mir Arab Madrasa

An der Südseite des Platzes schlußendlich die erst am Anfang des 20.Jh. erbaute Alim-Khan-Madrasa, die heute als Bibliothek fungiert. Davon gibt es irgendwie kein richtiges Foto, war wohl nicht ganz so spektakulär, wie die anderen Gebäude. (Im mittleren Bild des Großen Minaretts, links neben dem Minarett zu sehen.)

Und wem das Ganze noch nicht spektakulär genug aussieht, nachts wir der Komplex beleuchet.

Poi Kalon bei Nacht Poi Kalon bei Nacht Poi Kalon bei Nacht Poi Kalon bei Nacht Poi Kalon bei Nacht

Zu jedem der Gebäude und der jeweiligen Epoche hat Bella Geschichten parat, wir plaudern lange mit ihr, das ist wirklich ein beeindruckender Gebäudekomplex. Wir werden uns in Samarkand zurückerinnern, dort gibt es etwas ähnliches, aber deutlich bekannter. (das Bild Usbekistans schlechthin)

Wir ziehen danach weiter zum Basar von Buchara (Toqi Zargaron), ein ganz wildes Sammelsurium von Kuppelbauten, aber interessant ist ja eher, was es drinnen gibt.

Toqi Zargaron Basar Toqi Zargaron Basar Im Toqi Zargaron Basar - nichts, was es nicht gibt Im Toqi Zargaron Basar - nichts, was es nicht gibt Im Toqi Zargaron Basar - nichts, was es nicht gibt Toqi Zargaron Basar Im Toqi Zargaron Basar - nichts, was es nicht gibt

Es wird schon langsam Nachmittag und wir gehen auf einen kleinen Imbiss in ein Cafè. Auch dort unterhalten wir uns weiter mit Kamila und Bella, dabei fällt mir auf, dass die beiden ausschließlich russisch miteinander sprechen. Das liegt daran, dass Kamila, die ja aus Urganch stammt, usbekisch spricht, die Leute hier in Buchara aber tadschikisch.
Das kommt daher, weil die sowjetischen „Republiken“ vom Meister mit dem dicken Schnurbart ziemlich willkürlich (in den 1930ern) eingeteilt worden sind. Daraus resultierend wurden jede Menge Tadschiken plötzlich Usbeken. (Und umgekehrt genauso.) Ergebnis daraus: Noch heute reden die Leute hier in Buchara untereinander tadschikisch, das dem persischen entspringt, während usbekisch eine Turk-Sprache ist, also mit dem türkischen verwandt ist. Mit allen Anderen kann man dann russisch sprechen, das kann hier jeder.
Überhaupt hat hier alles einen (mehr) orientalischen Touch, als in den bisherigen Städten. Man begrüßt sich hier (wenn man nicht russisch spricht) mit „Salam aleikum“. Die vielen Touristen, die zu einem großen Teil aus dem arabischen Raum stammen, tragen dazu bei. Und führen zu einer Art Modeerscheinung, nämlich dass sich viele junge Leute vermehrt muslimischen Traditionen zuwenden, dass das Tragen des Hidschāb (Kopftuch) bei jungen Mädchen wieder "in" ist. Man empfindet die arabischen Frauen, die oft einen sehr reichen Eindruck machen, wohl als eine Art Vorbild. Als Bella uns das erzählt, frage ich sie, ob das wohl Einfluß auf Uzbekistans Zukunft haben würde. Sie redet ein wenig um den heißen Brei, aber sie bestätigt meine Vermutung, dass sich der demokratische Staat (so man ihn denn so nennen will) in eine muslimische Staatsform ändern wird, die Tendenzen sind wohl absehbar.

Wir wandern noch weiter durch die Stadt, sehen noch einige imposante Gebäude und besuchen noch eine Art Handwerksmarkt / -museum. Mit Farben und Materialien spielen können sie die Usbeken.

Kunst und Krempel - überall in Buchara Labi-Hovuz-Platz Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Ist das Kunst? Kunst und Krempel - überall in Buchara Kunst und Krempel - überall in Buchara Straßengeschnatter Abendlicht

Abendessen gibt es dann auf einer Dachterrasse, die wir und mit einer großen Gruppe Franzosen teilen, die sich gleich mal Musik und Tanz dazu bestellt haben. Überhaupt scheinen Usbekistan-Reisen bei den Franzosen hoch im Kurs zu stehen, die trifft man hier ziemlich oft an.

Abendlicht Musik und Tanz zum Dinner Nachtbeleuchtung Nachtbeleuchtung


Zweiter Tag

Man schläft ja in so `ner orientaischen Burg wunderbar, aber da wir auch heute wieder ein ziemlich volles Programm haben, schlafen wir nicht sehr lang. Wir genießen dann ein hervorragendes Frühstück in unglaublichem Ambiente.

Frühstückssaal im Paradise Plaza Hotel Frühstückssaal im Paradise Plaza Hotel

Danach geht`s aber wieder los, Kamila und Bella warten schon auf uns.
Heute erkunden wir ein wenig das Umland von Buchara, zuerst fahren wir zum Sommerpalast des Emirs von Buchara.

Sommerpalast der Emire von Buchara Kamila und Bella Sommerpalast der Emire von Buchara Sommerpalast der Emire von Buchara Sommerpalast der Emire von Buchara Sommerpalast der Emire von Buchara Sommerpalast der Emire von Buchara Sommerpalast der Emire von Buchara Herrschaftliche Gewänder im Sommerpalast der Emire von Buchara Herrschaftliche Gewänder im Sommerpalast der Emire von Buchara Herrschaftliche Gewänder im Sommerpalast der Emire von Buchara

Die Räume in den Gebäuden sind relativ klein und die Franzosengruppen unheimlich groß, was zeitweise zu viel Traffic führt. Zumal Bella es für eine gute Idee hält, den Rundgang entgegen der vorgegebenen Richtung zu machen.

Wir fahren danach durch mehrere kleinere Dörfer und Bella weist uns auf die Rohrleitungen hin, die zu jedem Haus führen. Jedes Haus hat mittlerweile einen Gasanschluss (man bedenke: wir leben im 21. Jahrhundert!). Darüber kommen wir auf die Bodenschätze Usbekistans zu sprechen. Usbekistan ist reich an Vorkommen aller Art, von Gas über Öl und Uran bis hin zu Metallen aller Art.
Erdgas ist dabei der Exportschlager Nummer zwei (auch nach Deutschland), nach Gold. Im Winter kommt es dadurch aber schon mal zu Engpässen bei der Versorgung der Dörfer, da dem Export ganz klar Priorität eingeräumt wird. Das führt dazu, dass die Leute die Dörfer so lange verlassen und zu Verwandten in die Städte ziehen, sofern welche da sind. Ansonsten müssen sie sich dort ein Zimmer mieten. In Usbekistan werden die Winter kalt, hier in der Wüste rund um Buchara sind minus 10 Grad normal, es kann auch deutlich kälter werden. Und es fällt auch Schnee im Winter

Wir kommen dann zum Chor Bakr Memorial Komplex, einer Nekropole, also einem Friedhof, der sich zu einer Pilgerstätte für Muslime aus aller Welt entwickelt hat.

Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex Chor Bakr Memorial Komplex

Der Imam der dortigen Moschee hat eine Taubenzucht, die er Kamila ausführlich vorgestellt hat. Ob`s ihr gefallen hat, bin ich mir nicht hundertprozent sicher.

Taubenzuchtverein Taubenzuchtverein Taubenzuchtverein Hat alles im Blick Taubenzuchtverein Taubenzuchtverein

Wir verbringen eine ganze Zeit hier, was auch wiederum damit zu tun hat, dass Bella unheimlich viel zu erzählen hat. Ganz ehrlich, man kann nur einen Bruchteil der Informationen behalten, aber es ist so beeindruckend, wie umfangreich die Guides (in allen Städten) informieren können. Ich hatte Bella auch gefragt, ob sie auch als Lehrerin arbeiten würde (war bisher bei allen so), sie antwortete, sie habe zwar Lehramt studiert, aber bereits nach einem Jahr gemerkt, dass sie mehr Spaß am Job als Reiseleiterin hatte. Was ihr zu Sowjetzeiten auch mehrere Reisen in die DDR und sogar in die BRD ermöglichte.

Danach fahren wir zum Mausoleum der Samaniden, der ersten Dynastie einheimischer Herrscher. Benannt wurde die Dynastie nach dem ersten in ihrer Reihe Ismoil Samoniy, irgendwann im 9. Jahrhundert. Mittelpunkt des Samananidenreiches war Chorezmien, also das Gebiet um Buchara und Chiwa bis weit nach Turkmenistan. Das Samanidenreich existierte aber wohl nur etwa 200 Jahre.

Mausoleum der Samaniden Mausoleum der Samaniden Mausoleum der Samaniden Mausoleum der Samaniden Mausoleum der Samaniden Mausoleum der Samaniden Der letzte Rest der Stadtmauer von Buchara Samaniden-Erholungspark

Dann ist unsere Reise mit Bella beendet. Auch heute hat‘s wieder länger gedauert, als geplant. Weil wir aber auch immer soviele Fragen stellen, auch abseits des vorgegebenen Programms. Nein, im Ernst, ich glaube, dass es ihr auch Spaß gemacht hat, sie ist Reiseführerin mit Leib und Seele, das merkt man.

Einen Programmpunkt haben wir noch: Wir haben uns bei Kamila beschwert, dass uns jeder von Plov, dem usbekischen Nationalgericht erzählt, aber wir haben noch keinen bekommen.

All you need is Plov

Also beauftragen wir den Fahrer, uns zur besten Plov Küche der Stadt zu fahren. Was gleichzeitig mit sich bringt, dass wir zum ersten Mal nicht in ein Touri Restaurant geschleppt werden, sondern dort essen gehen, wo die Einheimischen essen gehen.

Plov Restaurant in Buchara Plov Restaurant in Buchara So macht man Plov So serviert man Plov Und so ist man Plov Plov Restaurant in Buchara

Uns schmeckt das Gericht prima, sogar Kamila hat, entgegen ihrer normalen Gewohnheit ganz gut zugelangt. Offensichtlich ist sie dem einheimischen Essen mehr zugetan.

Danach ist ein wenig Siesta und nach dem Abendessen gehen wir noch ein wenig auf Fotosafari. Morgen geht die Reise nach einem lazy Vormittag schon wieder weiter.

Allerlei Kunsthandwerk Allerlei Kunsthandwerk Toqi Zargaron Basar Allerlei Kunsthandwerk Spaziergang durch die Stadt Allerlei Kunsthandwerk Allerlei Kunsthandwerk Männerrunde Allerlei Kunsthandwerk Toqi Zargaron Basar Gut bewacht in der Nacht Nächtliche Erleuchtungen Nächtliche Erleuchtungen