Planungsgeplauder

Anfang 2025



Die ersten Ideen zu dieser Reise wurden tatsächlich in unserer Stammkneipe, über ein paar Feierabendbierchen geboren. Allerdings war`s noch früh am Abend, man kann also nicht direkt von einer "Schnapsidee" sprechen. Den ungefähren Ablauf, mit dem Wortlaut unseres Gesprächs hab ich im Vorwort zum Blog aufgeschrieben, siehe hier:


reisenzuzweit - Erste Überlegungen

Es ist ja mittlerweile schon Tradition, dass wir einen Blog zu unseren Reisen schreiben, der nur wenige Bilder, aber dafür tagesaktuelle Eindrücke und auch mal Rants enthält. Jeder ist eingeladen hier nochmal die Reise im einzelnen zu genießen:


reisenzuzweit - Entlang der Seidenstraße

Bitte beachten, in einem Blog steht immer der letzte, aktuellste Beitrag oben, also beginnt die Reise ganz unten. Einfacher ist es direkt zum ersten Beitrag zu springen, siehe oben und dann die Navigation unter dem jeweiligen Beitrag zu nutzen.

Aber zurück zum Anfang des Abenteuers: die Idee war also geboren und so begann die Recherche. Wo genau liegt eigentlich Usbekistan und was genau hat es mit der alten Seidenstraße zu tun?
Die erste Frage ist einfach zu beantworten, ziemlich weit im Osten.

Karte Zentralasiens Usbekistan ist eine der ehemaligen Sowjetrepubliken (Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik), grenzt an so illustre Gegenden wie Afghanistan. Es hat aber noch viel spannendere historische Geschichten zu erzählen, dazu gibt`s im Verlaufe der Reise noch einiges zu hören.
Usbekistan ist neben Liechtenstein der einzige Binnenstaat (kein Zugang zu einem Meer) der Erde, der nur von anderen Binnenstaaten umgeben ist, was manchmal auch als doppelter Binnenstaat bezeichnet wird.
Der größte Teil der Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum-Wüste (usbek. Qizilqum), die zwei Fünftel der Staatsfläche Usbekistans umfasst. Zu Usbekistan gehören aber auch das Hissargebirge und die Ausläufer des Tianshan Gebirges sowie sowie Teile des Ferghanatals, einer dichtbesiedelten Senke zwischen dem Tianshan- und dem Alai-Gebirge mit wichtigen landwirtschaftlichen Anbauflächen. Im Hissargebirge an der Grenze zu Tadschikistan findet man die höchsten Berge Usbekistans (Alpomish mit 4668 Metern und der 4643 Meter hohe Hazrat Sulton). Zwei große Flüsse durchziehen Usbekistan, der Amurdarja und der Syrdarja, die die komplette Wasserversorgung inklusive der Landwirtschaft sicherstellen. Die daraus entstehenden Probleme, nämlich die bevorstehende vollkommene Austrocknung des Aralsees ist bekannt, wird aber hingenommen.
Die Leute in dem zentralasiatischen Land sind größtenteils sunnitische Muslime, aufgrund der Geschichte als Sowjetrepublik eher gemässigt, aber da ist einiges in Bewegung, kommen wir auch noch dazu.

Der zweite Teil ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Im asiatischen Raum war immer schon viel Bewegung, einerseits wurde sich viel bekriegt, "Weltreiche entstanden und zerfielen zu Staub" würde ein Poet jetzt schreiben , ich sag nur Dschingis Khan und seine "Goldene Horde". Andereseits wurde viel Handel getrieben und eine dieser überregionalen Routen wurde später vom deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen als Seidenstraße oder silk road getauft, ein Begriff, der sich bis heute erhalten hat. Und hier sind einige der Städte, die wir bereisen werden ganz zentrale Punkte gewesen, wo sich die Karawanen mit den wertvollen Handelsgütern quasi die Türklinke in die Hand gaben.

Die alte Seidenstraße Unsere Reiseroute durch Usbekistan

Während das linke Bild die Route(n) der alten Seidenstraße skizziert, ist auf dem rechten Bild unsere Reiseroute aufgezeichnet. Wir starten in Taschkent, nach einem Tag Erkundung dort, geht es ganz in den Osten ins Ferganatal. Zurück in Taschkent, fliegen wir in den Norden des Landes (in die Nähe des fast nicht mehr vorhandenen Aralsee) nach Nukus. Von dort reisen wir dann über Chiwa, Buchara und Samarkand wieder zurück an den Ausgangspunkt.

Noch ein Wort zu den Länder- bzw. Städtenamen. Wie bereits in den Bildchen zu sehen, gibt es zahllose Schreibweisen, es gibt ja dort auch eine ziemlich unübersichtliche Anzahl an Sprachen, die gesprochen werden. Ich versuche mich mal an die im deutschen gebräuchlichen Schreibweisen zu halten.