Die ersten Ideen zu dieser Reise wurden tatsächlich in unserer Stammkneipe, über ein paar
Feierabendbierchen geboren.
Allerdings war`s noch früh am Abend, man kann also nicht direkt von einer "Schnapsidee" sprechen. Den ungefähren Ablauf,
mit dem Wortlaut unseres Gesprächs hab ich im Vorwort zum Blog aufgeschrieben, siehe hier:
reisenzuzweit - Erste Überlegungen
Es ist ja mittlerweile schon Tradition, dass wir einen Blog zu
unseren Reisen schreiben, der nur wenige Bilder, aber dafür
tagesaktuelle Eindrücke und auch mal Rants enthält. Jeder ist
eingeladen hier nochmal die Reise im einzelnen zu genießen:
reisenzuzweit - Entlang der Seidenstraße
Bitte beachten, in einem Blog steht immer der letzte,
aktuellste Beitrag oben, also beginnt die Reise ganz unten.
Einfacher ist es direkt zum ersten Beitrag zu springen, siehe
oben und dann die Navigation unter dem jeweiligen Beitrag zu
nutzen.
Aber zurück zum Anfang des Abenteuers: die Idee
war also geboren und so begann die Recherche. Wo genau liegt
eigentlich Usbekistan und was genau hat es mit der alten
Seidenstraße zu tun?
Die erste Frage ist einfach zu
beantworten, ziemlich weit im Osten.

Usbekistan ist eine der ehemaligen Sowjetrepubliken (Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik), grenzt an so illustre Gegenden wie
Afghanistan.
Es hat aber noch viel spannendere historische Geschichten zu
erzählen, dazu gibt`s im Verlaufe der Reise noch einiges zu
hören.
Usbekistan ist neben Liechtenstein der einzige
Binnenstaat (kein Zugang zu einem Meer) der Erde, der nur von
anderen Binnenstaaten umgeben ist, was manchmal auch als
doppelter Binnenstaat bezeichnet wird.
Der größte Teil der
Fläche Usbekistans wird von Wüsten eingenommen. Südöstlich des
Aralsees im Tiefland von Turan erstreckt sich die Kysylkum-Wüste
(usbek. Qizilqum), die zwei Fünftel der Staatsfläche Usbekistans
umfasst. Zu Usbekistan gehören aber auch das Hissargebirge und
die Ausläufer des Tianshan Gebirges sowie sowie Teile des Ferghanatals,
einer dichtbesiedelten Senke zwischen dem Tianshan- und dem
Alai-Gebirge mit wichtigen landwirtschaftlichen Anbauflächen. Im
Hissargebirge an der Grenze zu Tadschikistan findet man die
höchsten Berge Usbekistans (Alpomish mit 4668 Metern und der
4643 Meter hohe Hazrat Sulton). Zwei große Flüsse durchziehen
Usbekistan, der Amurdarja und der Syrdarja, die die komplette
Wasserversorgung inklusive der Landwirtschaft sicherstellen. Die
daraus entstehenden Probleme, nämlich die bevorstehende
vollkommene Austrocknung des Aralsees ist bekannt, wird aber
hingenommen.
Die Leute in dem zentralasiatischen Land sind größtenteils
sunnitische Muslime, aufgrund der Geschichte als Sowjetrepublik
eher gemässigt, aber da ist einiges in Bewegung, kommen wir auch noch
dazu.
Der zweite Teil ist nicht ganz so einfach zu
beantworten. Im asiatischen Raum war immer schon viel Bewegung,
einerseits wurde sich viel bekriegt, "Weltreiche entstanden und
zerfielen zu Staub" würde ein Poet jetzt schreiben

, ich sag nur Dschingis Khan und seine "Goldene Horde". Andereseits wurde viel Handel
getrieben und eine dieser überregionalen Routen wurde später vom
deutschen Geografen Ferdinand von Richthofen als Seidenstraße oder silk road
getauft, ein Begriff, der sich bis heute erhalten hat. Und hier
sind einige der Städte, die wir bereisen werden ganz zentrale
Punkte gewesen, wo sich die Karawanen mit den wertvollen Handelsgütern
quasi die Türklinke in die Hand gaben.
Während das linke Bild die Route(n) der alten Seidenstraße
skizziert, ist auf dem rechten Bild unsere Reiseroute
aufgezeichnet. Wir starten in Taschkent, nach einem Tag
Erkundung dort, geht es ganz in den Osten ins Ferganatal. Zurück
in Taschkent, fliegen wir in den Norden des Landes (in die Nähe
des fast
nicht mehr vorhandenen Aralsee) nach Nukus. Von dort reisen wir
dann über Chiwa, Buchara und Samarkand wieder zurück an den
Ausgangspunkt.
Noch ein Wort zu den Länder- bzw. Städtenamen.
Wie bereits in den Bildchen zu sehen, gibt es zahllose
Schreibweisen, es gibt ja dort auch eine ziemlich
unübersichtliche Anzahl an Sprachen, die gesprochen werden. Ich
versuche mich mal an die im deutschen gebräuchlichen
Schreibweisen zu halten.