Anreise

21. September 2025


Und dann geht es endlich los. Wir starten, wie immer, vom Flughafen München. Was anderes macht tatsächlich kaum Sinn, obwohl wir so einmal umsteigen müssen. Man könnte zwar von Frankfurt direkt fliegen, aber die Fahrerei bis zum Flughafen Frankfurt mit der Bahn, das muss man auch mögen. So fährt uns unser Shuttleservice von der Haustür bis zum richtigen Terminal in Erding, vor den Toren Münchens. Wir haben noch einige Zeit, Check in und Sicherheitskontrolle gehen flott in München.

Abflug vom Munich Airport Wir fliegen mit Turkish Airlines zunächst bis Istanbul. Dort haben wir einen relativ kurzen Stop von etwa anderthalb Stunden, um uns dann, ebenfalls wieder mit der gleichen Fluggesellschaft, auf den Weg nach Taschkent, der usbekischen Hauptstadt zu machen.
Der Service an Board beider Maschinen ist hervorragend, da kann sich manche deutsche Fluggesellschaft was abschauen. Bevor wir in Istanbul landen, überqueren wir einmal die Metropole am Bosporus. Eine beeindruckende Stadt, bei mir werden wieder Erinnerungen wach an unseren Aufenthalt hier vor ein paar Jahren. Ich glaube, auch das wird noch mal ein Reiseziel, irgendwann...

Am Istanbul International Airport haben wir eine ganz schön weite Strecke zurückzulegen, um das Gate für unseren Anschlußflug zu erreichen, der Flughafen ist einfach riesig. Aber so vergeht die Zeit und schon wenig später sitzen wir im zweiten Flieger und fliegen Richtung Osten in die Nacht, in Richtung Taschkent.

Zwischenstop in Istanbul Weiter geht`s gen Osten Weiter geht`s gen Osten Weiter geht`s gen Osten

Mit drei Stunden Zeitverschiebung, landen wir etwa 0:30 Uhr Ortszeit. Der Flughafen Taschkent wirkt im Vergleich zu Istanbul irgendwie wie ein Landbahnhof. Wir müssen einige Zeit an der Einreisekontrolle anstehen, der uniformierte Bube im Glaskasten hat sichtlich Probleme, die Augen offen zu halten. Dann muss er auch noch diese unverschämten Touristen, die ihn vom Nachtschlaf abhalten, vor seiner Kamera postieren, um deren Konterfei mit dem jeweiligen Reisepass abzugleichen, er hat`s nicht leicht. Aber ich blicke so ernst, wie irgend möglich in seine Minicam und irgendwann befindet er mich auch für würdig, sein Land zu betreten.
Wir hatten uns vorher auf größere Kontrollen eingestellt, da man der einschlägigen Literatur etliche Einfuhrrestriktionen entnehemen konnte. Unter anderem hatten wir uns extra vom Doc die Notwendigkeit der mitgeführten Medikamente bestätigen lassen. Aber nichts dergleichen, einer Laufschrift über der Zollstation entnehme ich, dass im Juli diesen Jahres die Bestimmungen deutlich entschärft wurden, also alles nur ein Sturm im Wasserglas. Wir warten noch ein wenig auf unsere Koffer, dann betreten wir erwartungsfroh usbekischen Boden (also außerhalb des Flughafens).
Wir werden von unserem Reiseleiter abgeholt, wir haben zum ersten Mal während der gesamten Reise jemanden dabei. Das hatten wir bei unseren bisherigen Touren nie, war aber bei dieser Reiseagentur obligatorisch. Wir finden ihn ohne Probleme, er begrüßt uns gleich mal mir "Servus", stellt sich als Zamir vor, der schon mal ein halbes Jahr in Ebersberg, östlich von München gelebt hat. Er hatte in Usbekistan deutsch studiert und ein Auslandspraktikum dort absolviert. Keinerlei Praxis hat er dagegen als Reiseleiter, wir sind seine ersten Patienten... wir werden sehen.
Unser Hotel ist die erste Adresse in Taschkent, das größte und eines der ältesten Hotels am Platze. Der Check in läuft routiniert, das Personal spricht perfekt englisch, Zamir hingegen nicht. Egal, er soll uns ja auf deutsch bespaßen.

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Es braucht nicht lang, bis wir ins Bett fallen, der Tag war lang und wir müssen morgen wieder fit sein, es geht auf einen Rundgang durch Taschkent.